Valldemossa und Deià.
Die Künstlerdörfer.

Deià

Deià, das Künstlerdorf inmitten von Olivenbaumterrassen unter dem Gipfel des Teix liegt auf etwa halber Strecke zwischen Valldemossa und Port de Sóller idyllisch auf einer Anhöhe über der Küste. Es gilt als eine der besten Adressen Mallorcas. Aber nur rund 100 Zimmer in drei Luxusunterkünften plus eine begrenzte Zahl von Betten in Hostales und Ferienwohnungen halten die Zahl der Deià-Übernachter in Grenzen. Die Ausflügler werden indessen immer mehr, obwohl Busse auf den engen Parkplätzen Deiàs nicht zugelassen sind. Individualbesucher umwirbt man dagegen und hat für sie einen neuen Parkplatz gegenüber der Abzweigung zur Cala Deià angelegt (etwa 500 m entfernt vom nördlichen Ortseingang beim Graves Museum). Dort befindet sich auch eine Haltestelle des Linienbusses Palma-Valldemossa-Deià-Soller. Ein Holzbohlenweg neben der Straße führt ins Dorf und trennt die Fußgänger vom Straßenverkehr.

In einer guten halben Stunde lässt sich das obere Dorf ohne weiteres zu Fuß erkunden. Die dicht aneinander gedrängten Häuser und winkeligen Gassen streben von der Straße hügelwärts zur kleinen, vom Friedhof eingefassten Pfarrkirche (dort befindet sich u.a. das Grab von Robert Graves). Von oben hat man einen wunderbaren Blick über Umgebung und Meer. An der Südwestflanke der Anhöhe führt ein reizvoller Weg über Stufen und Treppchen wieder hinab. Auch das Unterdorf mit romantischen Häuschen und Zitrusgärten sollte man nicht auslassen (Carrer Clot).

Graves Museum

Das dem berühmten Literaten Robert Graves gewidmete Museum befindet sich in dessen ehemaligem Wohnhaus Ca N’Alluny ca. 400 m nördlich des Ortes an der Hauptstraße unweit der Abfahrt zur Cala Deià. Die Räumlichkeiten des Gebäudes wurden so hergerichtet, dass es scheint, als ob der bis dato bekannteste Bürger Deiàs (1895-1985) es erst gestern verlassen hat. Im Nebengebäude zeigt man einen gut gemachten Film über Graves′ Leben und Werk. Graves beste Geschichten auf Deutsch erschienen bei Reise Know-How. Geöffnet April-Okt. Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa bis 15 Uhr; November, Februar+März 9-16 Uhr, Sa bis 14 Uhr, So geschlossen. Dez und Januar Mo-Fr 10.30-13.30 Uhr; Einlass bis 40 min vor Schluss; Eintritt €7/€5/€4

Valldemossa und die südliche Westküste

Valldemossa und seine Kartause sind ohne George Sand und Frederic Chopin und ihren missglückten Aufenthalt dort im Winter 1838/39 nicht mehr vorstellbar. Der Touristenrummel und die schiere Wucht der täglich dort einfallenden Menschenmassen ersticken schon im Keim alle Zweifel an der Legendenbildung um die traute Zweisamkeit in den abgeschiedenen Klosterzellen.

Und George Sands selbstgerechte Abrechnung mit den Mallorquinern, an denen sie kein gutes Haar läßt, wird kaum beachtet: »Wir waren allein auf Mallorca wie in einer Wüste, und wenn wir im Krieg mit den Affen (Anm.: den Mallorquinern!) unseren täglichen Lebensbedarf gedeckt hatten, versammelten wir uns en famille um den Ofen und machten uns über sie lustig.«

Chopin, so meinte jedenfalls Robert Graves, soll sich in Wahrheit in Valldemossa gar nicht unwohl gefühlt haben. Er habe vielmehr unter den tyrannischen Allüren der Kinder George Sands gelitten ....

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