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ISSN 1610-9848
Mallorca-Newsletter
Umzügen, Partys und Karnevalsverächter Die fünfte Jahreszeit auf Mallorca
Ausgabe Februar 2020/2
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Hallo Mallorca-Fans,
kurz bevor in einigen Regionen Deutschlands zu den »tollen Tagen« der gefühlte Ausnahmezustand erklärt werden musste, ergriffen viele die Flucht. Dabei ist es gar nicht so einfach, dem Karneval zu entfliehen.
In Spanien gelten das andalusische Cádiz und Santa Cruz auf Teneriffa als die Hochburgen des Karnevals.
Aber auch auf Mallorca wird immer mehr die »fünfte Jahreszeit« gefeiert. In zahlreichen Gemeinden finden Karnevalspartys statt. Vielfach werden sogar Umzüge veranstaltet.
Das Spektrum reicht von der kleinen, eher familiären Veranstaltung auf dem Dorfplatz bis hin zur Großveranstaltung mit mehreren tausend Zuschauern in der Altstadt von Palma.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen richten sich diese Veranstaltungen aber nicht an Touristen oder Residenten.
Karnevalsveranstaltungen haben auf Mallorca eine lange Tradition. Aber erst seit einigen Jahren ist die Begeisterung so stark gewachsen, dass vor allem auch die Großveranstaltungen von den Mallorquinern begeistert besucht werden.
Allen Karnevalsfeiern zum Trotz gibt es sie: die Karnevalsverächter aus Deutschland.
In diesen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, einen Rheinländer auf Mallorca zu treffen, deutlich höher als einen Berliner oder Frankfurter.
Dennoch ziehen sich die Karnevalsurlauber spürbar zurück, mieten sich in einem abgelegenen Landhotel oder einer Finca ein und sind nur wenige Kilometer vom bunten Treiben entfernt.
Dass der mallorquinische Karneval eigenständig ist und sich grundlegend vom deutschen Straßenkarneval unterscheidet, findet so wenig Beachtung.
Auch wenn die Mallorquiner überwiegend unter sich bleiben, sind die traditionellen Karnevalsfeiern durchaus sehenswert.
Etwa den »Dijous Jarder«, dem »fetten Donnerstag«, mit dem der Karneval startet, dem Kinderkarneval »Sa Rueta« am Sonntag, dem großen Rosenmontagsumzug in Palma oder dem »Begräbnis der Sardine«, mit dem am Aschermittwoch alles endet.
Dann sitzen auch die meisten Kurzurlauber aus Köln, Düsseldorf oder Mainz wieder im Flieger auf dem Weg zurück nach Deutschland.
Sind Sie, lieber Leser, ein Karnevalsfan und feiern in Deutschland ausgiebig und lange, sodass sie den ersten Gedanken an Mallorca erst wieder mit ihrem Sommerurlaub verbinden?
Oder sind Sie einer derjenigen, die dem Trubel in Deutschland entfliehen wollen und auf Mallorca Zuflucht und Ruhe suchen?
Oder zählen Sie sogar zu den wenigen Touristen, die aktiv am mallorquinischen Karneval teilnehmen und genau aus diesem Grund zwischen Altweiberfastnacht und Aschermittwoch auf die Insel reisen?
Dann schreiben Sie eine E-Mail an feedback@mallorca.de(*) und erzählen uns und den Lesern dieses Newsletters von Ihren Erlebnissen während des mallorquinischen Karnevals. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften.
(mb)
Ihr Team von
mallorca.de und reisebuch.de
(*) Ausgewählte Zuschriften an die angegebene E-Mail-Adresse werden im nächsten Mallorca-Newsletter mit Namen veröffentlicht. E-Mail-Adresse oder sonstige personenbezogene Daten werden nicht genannt. Im Rahmen der redaktionellen Arbeit können diese Beiträge auch auf den Webseiten von mallorca.de und reisebuch.de erscheinen.
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Travis Elling
(Autor von »Berlin anders entdecken«)
»Andalusien anders entdecken«
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Andalusien ist ein beliebtes Ziel für Individualreisende, oft angelockt von den vielen Legenden, Mythen und Klischees, die sich um diese weitläufige und vielfältige Landschaft im Süden Spaniens ranken. »Andalusien anders entdecken« beleuchtet lokale Geschichte(n) und Orte hinter den Kulissen von maurischen Palästen, verwunschenen Gärten, Stierkampfarenen und Flamencobars.
Auf unterhaltsame Art nimmt der Autor seine Leser mit auf eine spannende Reise der Gedanken und Entdeckungen, von der Zeit des römischen Hispanien über den Glanz von al-Andalus und die den Globus erschütternde Entdeckerfahrt des Kolumbus bis hin zum Anteil der Region am Sonderweg Spaniens im 20. Jahrhundert, in dem das Land von einem faschistischen Zentralstaat zu einem mediterranen Traumland voller Sonne, Strand und Emotion wurde.
Am Ende dieser eigenwilligen Entdeckungstour sieht man diese faszinierende Region mit anderen Augen.
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Mallorca-News
Antiker Sensations-Fund vor Mallorca
In einer unterirdischen Höhle in der Bucht von Alcúdia fanden Forscher rund 200 Keramikgefäße aus römischer Zeit.
Die Höhle, die bereits vor 20 Jahren entdeckt wurde, sollte nun kartiert werden. Mit neuen technischen Methoden wurde der Innenraum der Höhe erfasst und digitalisiert.
Das sensationelle an diesem Fund sind sowohl die hohe Anzahl der Gefäße als auch die Tatsache, dass uralte Tierknochen in den Gefäßen gefunden wurden. Diese stammen von einer mallorquinischen Ziegenart, die seit etwa 5.000 Jahren ausgestorben ist. Somit sind die Knochen deutlich älter als die Gefäße. Auch die Fundstelle gibt den Historikern noch einige Rätsel auf. Der Fund wird also noch einige Zeit spannend bleiben, um die bisher ungelösten Fragen wissenschaftlich zu klären.
(mallorca.de)
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Radfahrer stirbt nach Unfall
Auf einer Landstraße im Norden der Insel kam letzte Woche ein Radfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem PKW ums Leben. Der Unfall passierte am frühen Montagmorgen kurz vor Sonnenaufgang. Obwohl die Rettungskräfte schnell alarmiert wurden, verstarb der Radfahrer im Krankenhaus.
(mallorca.de)
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Immobilienmarkt auf Mallorca weiterhin im Aufwind
Finanzexperten stufen den Immobilienmarkt auf Mallorca als sehr stabil ein. Die Bilanz für das letzte Jahr fällt in der Branche äußerst positiv aus. Die Gesamtsumme aller Käufe und Verkäufe von Immobilien konnte 2019 deutlich zulegen und lag bei rund 3,9 Milliarden Euro.
Zudem zeigte sich, dass Immobilien auf Mallorca vor allem bei ausländischen Investoren sehr beliebt sind. Fast jede zweite Immobilie wurde im letzten Jahr von einem Nicht-Spanier gekauft. Hierbei überwiegen die Käufe von deutschen Investoren. Erst mit deutlichem Abstand folgen Briten, Schweizer und Skandinavier.
Von der geplatzten Immobilienblase, die vor einigen Jahren ganz Spanien in eine tiefe Krise stürze, blieb Mallorca fast vollständig verschont.
Experten sehen diese positive Bilanz daher auch als ein Ergebnis der allgemeinen Entwicklung auf Mallorca.
Eine gut ausgebaute Infrastruktur auf der Insel und die schnelle und stark frequentierte Fluganbindung sind für ausländische Käufer genauso wichtig wie die Wertstabilität der Immobilien.
So profitieren Residenten und der Tourismus genauso wie Investoren. Die Schattenseiten dieses Booms sind jedoch die immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten. Eine Immobilie ist für einen Normalverdiener schon jetzt unbezahlbar geworden. Durch geplante regionale Baustopps könnte sich diese Situation in den nächsten Jahren noch verstärken.
(mallorca.de)
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Ausbau des Flughafens ungewiss
Der geplante Ausbau des Flughafens in Palma wurde von der Betreibergesellschaft AENA vorerst gestoppt.
Wie die mallorquinische Zeitung Ultima Hora am letzten Donnerstag berichtete, soll ein Beschluss der Umweltkommission der Balearen dafür verantwortlich sein.
Das bisherige Ausbaukonzept sei demnach weder nachhaltig noch umweltbewusst. Auch bei der Bevölkerung sind die Ausbaupläne des Flughafens auf Widerstand gestoßen.
Die Vorwürfe wurden klar formuliert. AENA setze ausschließlich auf kontinuierliche Steigerung der Flüge und Passagierzahlen und würde die Pläne weder mit den Behörden abstimmen noch auf die Sorgen der Anwohner eingehen.
(mallorca.de)
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Real Mallorca weiterhin Abstiegskandidat
Der RCD Mallorca bleibt auch nach dem 25. Spieltag der ersten spanischen Fußballliga ein potenzieller Abstiegskandidat.
Das kuriose Spiel gegen Betis Sevilla am letzten Freitag wird Spielern und Fans sicher noch länger in Erinnerung bleiben.
Bereits nach einer Viertelstunde konnte der RCD mit einem Treffer durch Cucho Hernández in Führung gehen. Die Gastgeber aus Sevilla konnten aber bereits drei Minuten später mit einem Faulelfmeter ausgleichen.
Auch die Führung zum 2:1 für Mallorca konnte Betis kurz darauf ausgleichen – wieder per Foulelfmeter.
Kurz nach dem Seitenwechsel gingen dann die Gastgeber in Führung. Diesmal gelang es Real Mallorca auszugleichen.
Und so blieb es nach 90 Minuten beim 3:3 Unentschieden. Der RCD bleibt damit weiterhin auf dem drittletzten Tabellenplatz und ist vom Abstieg in die zweite Liga bedroht. Das nächste Spiel am kommenden Sonntag wird Mallorca vor eine schwerere Herausforderung stellen. Dann empfängt die Mannschaft den Tabellenfünften aus Getafe. Um den Abstiegsplatz zu verlassen, reicht nicht nur ein Sieg für Mallorca, auch müsste einer der direkten Tabellennachbarn verlieren. Sowohl der SD Eibar (Platz 16) als auch Celta Vigo (Platz 17) haben mit Levante und dem FC Granada die vermeintlich leichteren Gegner.
(mallorca.de)
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Touristenzentren an der Ostküste bangen um Existenz
Die vom Januar-Unwetter stark betroffenen Orte an der mallorquinischen Ostküste sind wütend auf die spanische Zentralregierung. Das Versprechen, ausreichend finanzielle Unterstützung zum Wiederaufbau der Strände und Küstenabschnitte zur Verfügung zu stellen, wurde bisher nicht eingehalten.
Zwar haben die Gemeinden Unterstützung bekommen, diese Mittel reichen aber bei weitem nicht aus, um für die kommende Sommersaison vorbereitet zu sein.
Bliebe es dabei, müssten viele der Orte damit rechnen, dass die Urlauber ausbleiben.
(mallorca.de)
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Asien-Krise beschert Mallorca gute Buchungszahlen
Durch die derzeitige Virus-Krise in Asien zieht es Urlauber aus Mittel- und Nordeuropa verstärkt in die klassischen Urlaubsziele am Mittelmeer.
Vor allem aus Großbritannien werden viele Umbuchungen gemeldet.
Neben Zielen in Griechenland und der Türkei sind die Balearen die bevorzugte Region. Von allen Zielen profitiert Mallorca aktuell am stärksten.
Die Buchungszahlen für die Sommermonate steigen bereits spürbar an. Auch wird bei den großen Reedereien darüber nachgedacht, das Angebot der Kreuzfahrten umzuplanen. Hierbei würde der gesamte Mittelmeerraum profitieren, am stärksten jedoch Mallorca, da hier in den letzten Jahren die Terminals für große Schiffe ausgebaut wurden und Kapazitäten zur Verfügung stehen.
(mallorca.de)
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Das Wetter auf Mallorca
Sonne pur auf Mallorca
Nachdem die Wetterlage noch zu Beginn der letzten Woche spürbar ungemütlich und fast winterlich war, änderte sich dieses zur Wochenmitte deutlich.
Mallorquiner und Urlauber konnten sich über strahlend blauen Himmel und Sonne pur freuen.
Auch bei den Temperaturen steuert das mallorquinische Wetter auf den Frühling zu.
Lagen die Tageshöchstwerte am Donnerstag noch bei 14 bis 16 °C, meldeten einige Wetterstationen am Wochenende schon Werte um die 20 °C.
In den kommenden Tagen bleibt es beständig. Regen wird es bis zum kommenden Wochenende nicht geben und auch die Temperaturen bleiben auf dem derzeitigen frühlingshaften Niveau.
(mallorca.de)
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Mallorca im Fernsehen
Zusammengestellt von mallorca.de
(kurzfristige Programmänderungen und -verschiebungen möglich)
02. März 2020 | ZDF.info | 06.30 Uhr
Terra Xpress XXL
Geheimnisvolle Funde
45 Minuten Wissen über Mallorca, das nicht in jedem Reiseführer steht: Ein Riesenkrater in einem Höhlensystem, eine uralte arabische Siedlung und Haie vor den Küsten der Baleareninsel.
04. März 2020 | 3sat | 15.30 Uhr
Inselurlaub auf den Balearen
Ibiza, Menorca, Mallorca
Drei Inseln, drei Urlaubsregionen und keine gleicht der anderen. Unterschiedlicher können so nah gelegene beliebte Reiseziele kaum sein. Die Dokumentation stellte die ungleichen Schwestern in für sie typischen Facetten vor.
05. März 2020 | ZDF | 12.10 Uhr
Drehscheibe
Das ZDF-Magazin berichtet u.a. von der Mandelblüte auf Mallorca und dem damit verbundenen Frühlingserwachen auf der Ferieninsel.
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Die kleine Mallorca Bibliothek im Reisebuch Verlag
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Alle Titel sind sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book erhältlich!
Santiago Rusiñol Mallorca – die Insel der Ruhe
Dieses schöne Buch war neben George Sands »Winter auf Mallorca« DER Mallorca-Bestseller im 20. Jahrhundert. Auch heute noch eine lohnende Lektüre für alle Mallorcafans, die sich den Sinn für eine romantische Insel bewahrt haben. Neu herausgegeben mit behutsamen Bearbeitungen und einigen Illustrationen.
Mehr Informatioen
Karl Otten Torquemadas Schatten (320 Seiten, 11,95€)
Karl Ottens (1889 – 1963) neu herausgegebener Roman um die erste Phase des Spanischen Bürgerkriegs auf der heutigen Ferieninsel Mallorca. Im Zentrum steht der verzweifelte Kampf republikanischer Kräfte gegen die faschistische Übermacht, deren Treiben von der einfachen Landbevölkerung als Fortführung der grausamen Spanischen Inquisition unter dem Großinquisitor Torquemada gedeutet wird.
Karl Otten Geschichten aus Cala Ratjada (90 Seiten, 6,99€)
Der deutsche Schriftsteller des Expressionismus, Karl Otten (1889 – 1963), der auf der Flucht vor den Nationalsozialisten für einige Jahre auf Mallorca ein Refugium in Cala Ratjada im Nordosten der Baleareninsel fand, hat zu den Jahren 1933-36 einige lesenswerte Geschichten über seine schöne Wahlheimat verfasst.
Gordon West Eine mallorquinische Reise – Mallorca 1929 (194 Seiten, 9,99€)
Die nostalgische Tour eines sonnenhungrigen Ehepaars zu Fuß, auf dem Esel und mit Bus und Bahn durch das vortouristische Mallorca im Jahre 1929. Übersetzung des englischen Erfolgstitels »Jogging round Majorca«.
Elke Menzel Eine Finca auf Mallorca (326 Seiten, 10,99€)
In über 40 verschmitzten Erzählskizzen plaudert die Autorin aus dem Alltag einer Finca-Eignerin auf Mallorca – von den Licht- und von den Schattenseiten.
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Hans v. Rotenhan
Ibiza und Mallorca, eine Welt für sich
Weitere Geschichten eines Anwalts von den Balearen (Teil 21)
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Hans von Rotenhan hat lange Jahre als Anwalt zunächst auf Ibiza und später auf Mallorca gelebt und gearbeitet. Seine oft bizarren oder skurrilen Erlebnisse aus dieser Zeit jenseits des Touristenalltags hat er in humorvollen bis nachdenklichen Storys niedergeschrieben. Wer die Balearen kennt, wird vieles darin schmunzelnd wiedererkennen und nicht den geringsten Zweifel hegen, dass jedes Wort der absoluten Wahrheit entspricht.
Wir veröffentlichen im Mallorca Newsletter eine Auswahl seiner besten Geschichten.
Pedro Otzoup, Architekt und Mädchensieder
Mit seinem buschigen Oberlippenbart sah er aus wie ein Grieche, der für Feta-Käse Reklame macht. Das Nikotin hatte die Barthaare gelblich verfärbt. Pedro Otzoup sprach Deutsch mit einem seltsamen Akzent, Spanisch mit einem seltsamen Akzent, Französisch mit einem seltsamen Akzent und Englisch mit einem seltsamen Akzent. Kein Wunder, er war in Odessa auf die Welt gekommen. Das war 1918.
1In Berlin begann er ein Architekturstudium, das er nicht abschloss. Er, einer der erfolgreichsten Architekten Mallorcas, sagte von sich, er sei Bühnenbildner, aber kein Architekt. Auf die Insel kam er noch, bevor der Tourismus-Boom begonnen hatte, und als er im Jahr 2000 starb, hatte er an die 3.000 Wohneinheiten auf Mallorca verteilt.
Er bediente zur Perfektion das Bedürfnis der 70er und 80er Jahre nach dem, was der gestandene Mitteleuropäer mediterranen Baustil nennt.
Seine Häuser, besonders seine Mehrfamilienhäuser, gleichen bis heute mehr einer Kulisse als einer Fassade.
Sie haben nämlich keine. Hier ein Bogen, dort ein wuchtiger Holzbalken, dann wieder ein ziegelgedeckter Erker, und alles endet in einer langgezogenen Fensterfront vor dem Pool.
Das war damals aktuell und die von ihm entworfenen Häuser und Appartements verkauften sich wie warme Semmeln. Er war bei den Architekten, die statt seiner die Baupläne unterschreiben mussten, beliebt, die Bauunternehmer verehrten ihn. Auf einem Otzoup-Haus blieb niemand lange sitzen.112
Noch heute werden von dem Maklerfirmen Otzoup-Häuser als solche angepriesen, als handele es sich dabei um ein ganz besonderes Gütezeichen.
Ich fand seinen Stil nie gut. In Cala Fornells kann man es besichtigen: Ein heilloses Durcheinander an Stilen, Aufgängen, Markisen, Törchen, Balken und vorgefertigten Säulchen.
Mich erinnerte das Kleinteilige seiner Entwürfe an die Siedlungen der Schlümpfe, in Spanien »los pitufos«. Als ich die »Aldea Cala Fornells« »Aldea Pitufo« nannte, wurde ich fast gesteinigt.
Pedro Otzoup konnte sich nicht gegen die Begehrlichkeiten von Architekten, Bauunternehmern, Schreinern, Klempnern und Fliesenlegern durchsetzen. Seine Bauwerke wurden alle immens teuer. Da sich damals aber sowieso niemand an Kostenvoranschläge hielt, fiel das nicht besonders auf.
Pedro konnte nicht laut »nein« sagen, denn er war von ständigen Zuwendungen der Bauwirtschaft abhängig. Das wusste man, und so bekam er regelmäßig seinen Teil ab von dem, was an Extrazahlungen anfiel.
Pedro Otzoup war spielsüchtig und »verjeute« zum Leidwesen seiner französischen Frau jede einzelne Pesete im Spielcasino von Calas de Mallorca. Wenn dann doch irgendwann etwas Geld da war, kaufte er sich einen gelben italienischen Sportwagen. Irgendwie beneidenswert, so in den Tag hinein zu leben. Für seine Mitmenschen war es anstrengend, für seine Auftraggeber teuer.
Oft saß er bei uns in der Kanzlei und qualmte uns die Bude voll. Stets vertraten wir stinksaure Bauherren, die trotz aller Fährnisse darauf bestanden, Pedro sei ihr Freund. Nicht eingehaltene Übergabetermine, mangelhafte Qualität der verwendeten Baumaterialien, Treppen, die bei der Bauabnahme durchfielen, Außen-Jacuzzis, die leichte Stromschläge verteilten, irgendwas war immer.
Das war übrigens sein Clou der späten Jahre, der Außen-Jacuzzi. Im Erdgeschoss ein halbrundes Bay-Window und oben drauf ein blubbernder kleiner Pool. Unter Spaniern bürgerte sich dafür bald der Fachausdruck »tazón calienta chicas« ein, eine »Mädchenerwärmungsschale«.
Auszug aus »Ibiza und Mallorca – eine Welt für sich«
Band 2 der Mallorca-Geschichten von Hans von Rotenhan ist im Reisebuch Verlag erschienen!
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E-Mails an die Newsletter-Redaktion
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Im letzten Newsletter fragten wir Sie, lieber Leser, ob Sie bereits auf Mallorca gewandert sind und Sie die großartigen Routen mit zum Teil grandiosen Aussichten über die Insel und das Meer kennen. Hier einige Ihrer Zuschriften.
[…] Wandern gehört zu meinen Leidenschaften. Ich wandere daher gern und viel. Bevorzugt in Deutschland und Österreich (Alpen) aber auch in Norwegen und Schweden habe ich viele Touren erwandert.
Erst vor ein paar Jahren bin ich durch Zufall auf das Wandern auf Mallorca aufmerksam geworden. Ich hatte die Insel bis daher immer als Ziel für den typischen Sommer-Strandurlaub abgestempelt. Wie ich schnell feststellte: Zu Unrecht! Seitdem habe ich schon mehrere Wanderungen mitgemacht. Zunächst in einer Gruppe mit Wanderführer, später dann auch Alleine. Ich kann allen Wanderfreunden nur empfehlen nach Mallorca zu reisen.
(Winfried Stöppel)
[…] Mein Mann und ich sind die typischen Sommerurlauber. Wandern ist bei 30 °C und mehr sicherlich nicht möglich. Aber wir verbringen gern Zeit mit längeren Spaziergängen. Meist in den Abendstunden und fast immer am Meer.
(Marlies Otto)
[…] Mallorca »auf anderen Wegen« zu entdecken ist für mich nicht nur ein Spruch. Ich genieße es, Wanderungen auf Strecken zu unternehmen, wo ich sicher sein kann, meist allein zu sein.
Und das auf Mallorca gar nicht schwer! Man muss nicht gleich ins Hochgebirge gehen. Auch die kleineren Berge in der Inselmitte lassen sich wunderbar zu Fuß erklimmen. Oben angekommen wird man mit einem wunderbaren Rundumblick über die Landschaft belohnt.
(Heinrich Weller)
An dieser Stelle veröffentlicht der Mallorca-Newsletter ausgewählte Leserzuschriften. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Einsendungen zu kürzen. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung oder Vollständigkeit.
Die Newsletter-Redaktion erreichen Sie per E-Mail an feedback@mallorca.de
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Kathagen 58B, D-45239 Essen
Vertretungsberechtigte Gesellschafter:
Marco Bonkowski und Björn Kaspring
Tel. +49 201 4377344
Fax +49 201 4377345
E-Mail: info@mallorca.de
USt.-IdNr. DE 241 061 082
mit Beiträgen von: mallorca.de und reisebuch.de
Inhaltlich Verantwortlich:
Marco Bonkowski (mb, mallorca.de)
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