MIETWAGEN   DATENSCHUTZ   IMPRESSUM   SONNTAG, 25. JUNI 2017
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REISE & TOURISMUS
Vorurteile und Realität
Würde man alle, die Mallorca noch nicht aus eigener Anschauung kennen, nach ihrer Meinung zu diesem mit Abstand führenden Ziel des europäischen Sonnentourismus befragen, gäbe es wahrscheinlich viele skeptische Antworten. Denn trotz zunehmender Berichterstattung über die erfreulichen Seiten der Insel, schönfärberisch verklärender Fernsehserien und dazu überreichlich Promi-Präsenz in Supervillen auf den Monitoren und in der Presse haben sich auch die Bilder von zubetonierten Buchten und überfüllten Stränden ziemlich eingeprägt.

Die in den letzten Jahren bemerkenswerte Konzentration einiger TV-Sender auf die Playa de Palma rund um das legendäre Saufzentrum »Ballermann 6« (siehe Foto) und die Schinken- und Bierstraße trägt ebenfalls zur Aufrechterhaltung eines – zumindest teilweise – negativen Mallorca-Image bei. Mallorcas Ruf ist auch immer noch durch sog. »Billigurlaub« belastet. Damit verbindet sich die Vorstellung einer Urlauberspezies, die nicht allen zusagt. Da sich Mallorca aber schon lange nicht mehr durch ein besonders niedriges Preisniveau auszeichnet, beziehen sich die supergünstigen Offerten – sieht man einmal ab von echten Last Minute-Preisen – heute überwiegend auf weniger attraktive Hotel- und Appartmentkomplexe in meist rückwärtigen Lagen, die schon mittleren Ansprüchen oft nicht mehr genügen.

Die Zahl solcher Häuser nimmt jedoch dank Abriß und staatlich geförderter Renovierung rasch ab. In den letzten Jahren setzte zudem in vielen Orten eine Umstrukturierung ein, deren Ergebnisse langsam deutlich werden: vor allem neue und verlängerte Uferpromenaden und die Einrichtung autofreier und verkehrsberuhigter Zonen sorgten für ansprechende Ortsbilder und Ferienatmosphäre in einigen Fällen selbst dort, wo vor kurzem noch unschöne Fassaden und zugeparkte Straßen dominierten.

Darüberhinaus gelang es, Alternativen zum Massentourismus zu entwickeln und zahlreiche Besucher für die Möglichkeiten einer individuellen Urlaubsgestaltung auch bei pauschaler Unterkunftsbuchung zu interessieren. Der Begriff vom »anderen Mallorca« bedarf daher heute kaum noch der Erläuterung; jeder hat schon gehört von den malerischen Landschaften, schönen Gebirgsrouten und Serpentinen hoch über der Westküste und den verträumten Dörfern im Inselinneren. Auch von musealen Herrenhäusern und wunderbaren Wanderwegen. Natürliche und kulturelle Kleinode sind zahlreich, die wenigsten davon unentdeckt, aber von der Mehrheit der Urlauber eher weniger beachtet.

Erfreulicherweise ist es auf Mallorca kein Problem mehr, etwas Besseres zu buchen als einen gesichtslosen Hotelklotz. Es gibt wunderschöne Hotels direkt am Meer, einfache Hostales im Bergdorf und gut eingerichtete Appartments für Familien gleich hinter dem Strand, ebenso nostalgische Quartiere mit kühlem Innenhof in Palma und eine wachsende Zahl neuer überdurchschnittlich komfortabler Hotelanlagen bis hin zu Luxusherbergen. Ein besonders reizvoller Trend betrifft den sog. Agroturismo oder Turismo Rural. Unter diese Begriffe fallen – oft herrlich gelegene – zu Individualhotels umgebaute einstige Gutshöfe und kleinere als Ferienhaus vermietete Fincas auf dem Lande. In rund 50 Ferienorten unterschiedlichster Charakteristik findet man aber auch viele »ganz normale« angenehme Hotelanlagen.

Mallorca, eine Insel mit langer Geschichte und beeindruckender Kultur, besitzt trotz mancher Bausünden und der touristischen Überbeanspruchung einiger Regionen nach wie vor Naturschönheit im Überfluß. Sie bietet Sonne, Wärme und fast überall hervorragende Wasserqualität bei badefreundlichen Temperaturen von Mitte Mai bis Oktober und während unserer Wintermonate (meist) eine Art Dauerfrühling in nur 2 Flugstunden Entfernung.

Mallorca ist daher ein ideales Ferienziel, vorausgesetzt, man hat den richtigen Urlaubsort und eine geeignete Unterkunft gewählt.

Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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