MIETWAGEN   PRESSE   IMPRESSUM   DIENSTAG, 7. FEBRUAR 2012
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REISETIPP
Die Altstadt von Palma
Ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Altstadt Palmas ist der Parc de la Mar unterhalb der dort gut erhaltenen und restaurierten Stadtmauer vor Kathedrale und Almudaina-Palast. Dieser Park besteht im wesentlichen aus einem kleinen künstlichen See dort, wo einst die Festung Palma noch unmittelbar dem Meer trotzte und Schiffe anlegten. Vom Café am See, 100 m abseits des Verkehrsstroms am Durchgang zur Tiefgarage, kann man die Architektur der gegenüberliegenden Kathedrale La Seu und der Almudaina in aller Ruhe und besser auf sich wirken lassen als von anderen Stellen aus. Der Königspalast geht auf arabische Ursprünge zurück, wenngleich viele zwischenzeitliche Umbauten sein Bild seither veränderten.
Palau de s`Almudaina
Einen Aufgang zum Palau de s`Almudaina gibt es gleich eingangs der breiten Avinguda Maura, aber man sollte vielleicht erst einmal bis zur Plaça de la Reina gehen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dabei passiert man am S`Hort del Rei, einem Garten unterhalb der Almudaina, die Statue eines Steinschleuderes. Vor über 2.000 Jahren waren die jungen Männer Mallorcas berühmt für die Fähigkeit, mit Steinen Rüstung und Schilder ihrer Gegner zu durchschlagen und gefürchtete Kämpfer sowohl in römischen Legionen wie bei den Karthagern.

Auf der anderen Straßenseite reiht sich unter schattigen Bäumen ein Touristenrestaurant an das andere. Zu den Empfehlungen für Palma gehört keines von ihnen. Von der Plaça de la Reina gelangt man über Stufen auf eine Ebene mit der Plaça Almoina zwischen Kathedrale und Almudaina zur Rechten. Nur ein Teil des Palastes ist der Öffentlichkeit zugänglich. Im wesentlichen handelt es sich um eindrucksvolle Räumlichkeiten des spanischen Königspaares, in denen es – während jährlich einiger Tage der Regentschaft von Palma aus – offiziellen Pflichten nachkommt. Zur Besichtigung (Eingang: erstes Portal vom Meer aus) muß man sich einer Führung anschließen, die etwa halbstündlich in wechselnder Sprache stattfindet. Meistens ist eine Voranmeldung notwendig. Wer sich dafür interessiert, sollte als erstes den Zeitpunkt der nächsten sprachlich in Frage kommenden Führung klären, bevor er zunächst andere, vom zeitlichen Ablauf her flexiblere Dinge unternimmt.

Öffnungszeiten:
Okt.-März: Mo-Fr 10-14 Uhr/16-18 Uhr; April-Sept.: Mo-Fr 10- 18.30 Uhr; Sa/feiertags 10-14 Uhr, So geschlossen; 500 ptas/€3.

Kathedrale »La Seu«
Die Besichtigung der die Silhouette der Stadt dominierenden Kathedrale ist ein absolutes »Muß« des Palma-Besuchs. Am besten gleich nach der Öffnung um 10 Uhr morgens, wenn die Sonne noch östlich steht und ihr Licht durch die farbenprächtige Rosette ihrer Ostfront fällt. Bevor man »La Seu« betritt, sollte man sie zunächst einmal von außen allseitig erfaßt haben. Mit fast 120 m Länge, 40 m Breite und 44 m Höhe des Hauptschiffes gehört die Kathedrale – trotz fehlender »richtiger« Türme – zu den ganz großen Bauwerken gotischer Stilrichtung. Man beachte die reich geschmückten Fassaden und Portale zwischen den zahlreichen Bögen, Stützpfeilern und Verstrebungen. Eigentlich ist erstaunlich, daß die Kathedrale ein harmonisches Ganzes bildet, denn seit ihrer Grundsteinlegung 1230 (Jahr der Eroberung Mallorcas durch König Jaume von Aragon von den Arabern) wurde ununterbrochen an ihr gebaut. Nach wie vor muß mit Restaurierungs- und Reparaturarbeiten und dadurch verursachter Teilschließungen gerechnet werden. Das Innere von La Seu betritt man als touristischer Besucher über das Nebenportal auf der Nordseite. Ein kleines Museum, dessen Besuch im Eintrittspreis eingeschlossen ist, befindet sich in den dahinterliegenden Kapitelsälen und in der Sakristei. Man kann sich Führungen anschließen oder individuell umhergehen. Etwa eine halbe Stunde sollte man als Zeitbedarf kalkulieren. Besonders bemerkenswert sind die wenigen, äußerst schlanken und hohen Säulen, die die immense Deckenlast tragen. Dadurch ist der Blick durch das Kirchenschiff und nach oben freier und unbehinderter als in vielen anderen vergleichbaren Bauwerken. Beim Rundgang passiert man in den Seitenschiffen und Fassaden der Hauptportale zwanzig Kapellen nahezu identischer Größe, jedoch enormer Vielfalt in der Gestaltung. Die Ausstellungsstücke an Wänden und in Vitrinen der beiden Kapitelsäle und in der Sakristei (de Vernells) im Untergeschoß sind ebenfalls sehenswert.

Öffnungszeiten:
April-Oktober Mo-Fr 10-18 Uhr, sonst bis 15 Uhr, Sa 10-14 Uhr; So und feiertags keine Besichtigung;

Stadtteil La Portella
Da sich im Bereich östlich und nördlich der Kathedrale (Stadtteil La Portella) die meisten wichtigen Baudenkmäler und das sehr schöne Museu de Mallorca befinden, liegt es nahe, von dort aus einen kleinen Rundgang zu starten, der durch einen Teil der noch immer mittelalterlich wirkenden, aber restaurierten Gassen führt. Die nebenbei »abfallenden« Einblicke in die Wohnverhältnisse und -strukturen der hier lebenden Mallorquiner sind mindestens ebenso interessant wie die Sehenswürdigkeiten. Man achte auch auf die Innenhöfe (Patios), die sich oft begrünt und prachtvoll hinter manchmal unscheinbaren Fassaden verbergen. Sehr schön ist u.a. der Innenhof der Handelskammer im Haus No.7 in der Carrer Estudi General mit einem Relief zur Übergabe des Schlüssels von Palma an den Eroberer König Jaume durch die Mauren am Silvestertag des Jahres 1229. Wer das eher etwas kuriose Museo Diocesan im Palau Episcopal hinter der Kathedrale ausläßt (ausgestellt ist ein Sammelsurium aus religiösen Relikten, Gemälden, Ornamenten und historisch interessanten Gegenständen), erreicht über die Straßen San Pedro und Nolasco Pureza die Carrer Portella. Dort beherbergt der Palau Aiamans das kürzlich um eine Abteilung zur Vorgeschichte erheblich erweiterte Museu de Mallorca. Die Makellosigkeit der Palastfassade setzt sich in den gediegen gestalteten Austellungsräumen mit Funden und Kunstwerken aus allen Epochen fort. Leider gibt es keinerlei fremdsprachliche Erläuterungen.

Öffnungszeiten:
Di-Sa 10-14 Uhr und 16-19 Uhr, So/feiertags10-14 Uhr; frei.

Arabische Bäder
Vom Museu de Mallorca sind es zu den arabischen Bädern nur ein paar Schritte um die Ecke in die Carrer Can Serra hinein. Darunter wird sich mancher mehr vorstellen als diese 2-Raum-Ruine aus lange versunkener maurischer Zeit. Der dazugehörige hübsche Garten und der Weg rechtfertigen jedoch den kleinen Extragang.

Öffnungszeiten:
9.30-20 Uhr täglich
Okt-April bis 18 Uhr

Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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Sehenswertes

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