MIETWAGEN   DATENSCHUTZ   IMPRESSUM   MONTAG, 1. MAI 2017
Suche:
AUSFLÜGE AUF MALLORCA
Klöster und Eremitagen
Zahlreiche Klöster und Einsiedlereien (Eremitagen) stehen auf Mallorca für Besucher offen. Viele werden noch aktiv als Kloster, als Kirche oder Kapelle genutzt – und einige stehen für Gäste als (einfaches) Quartiere offen.
Cartoixa de Valldemossa
Über 250.000 Besucher besichtigen angeblich Jahr für Jahr die Kartause von Valldemosa. Nicht, weil es sich bei diesem ehemaligen Kloster um ein so grandioses Bauwerk handelt, sondern in erster Linie, weil im Winter 1838/39 der Komponist Frédéric Chopin und eine bekannte französische Schriftstellerin mit dem männlich klingenden Künstlernamen George Sand dort zwei Monate einer tragisch-romantischen und gleichzeitig skandalösen Beziehung verbrachten.

Der Nachwelt erhalten blieben die Umstände und Einzelheiten dieses privilegierten Aufenthaltes dank des von Madame Sand später veröffentlichten Buches »Ein Winter auf Mallorca«.
Dieser literarische Reisebericht, der zugleich eine kritisch verzerrte (was die Mallorquiner angeht) wie bewundernde (soweit es Landschaft und Klima betrifft) Beschreibung der Insel ist, wurde – dem Ausflugstourismus sei Dank – zum Bestseller in allen wichtigen europäischen Sprachen.
Das von Bergen umgebene Valldemossa am Fuße des Teix Gipfels ist auch ohne die Chopin-Story sehenswert. Da sich die Straßenführung von Palma an Tal und Durchbruch des Torrente d'Avall anlehnen konnte, erreicht man das Städtchen trotz seiner 420 m Höhe auf gut ausgebauter Strecke ohne Serpentinen in nur 20 min (18 km). Schon während der Anfahrt identifiziert man von weitem leicht den Klosterkomplex.
Die Hauptstraße führt um Valldemossa herum direkt zum Ziel Cartoixa. Unverfehlbar liegt ein großer Parkplatz in der Nähe. Wer den bisweilen überbordenden Hauptbetrieb meiden möchte, kommt entweder morgens gleich nach 9 Uhr oder nach 16/17 Uhr. Kartause, Klosterkirche und Garten bilden eine in sich geschlossene gepflegte Anlage, die in der heutigen Form im wesentlichen aus dem 17./18. Jahrhundert stammt, wiewohl die baulichen Vorläufer bis auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Die »Zellen« der Mönche befinden sich im langgestreckten Gebäude hinter demkleinen Park: die unscheinbaren Türen im schmucklosen breiten Gang lassen nicht ahnen, daß sich hinter ihnen Wohnungen mit Gartenterrasse und die alte Klosterdruckerei verbergen. Neben den von George Sand und Chopin bewohnten »Zellen« mit dem Klavier des Meisters sind in der Kartause die alte Apotheke und die erwähnte Druckerei als Museu Municipal zu besichtigen. Das ist alles durchaus interessant, aber kein »Muß«, zumal nicht bei starkem Andrang. Das gilt ebenso für den benachbarten Palacio del Rey Sancho, das älteste Gebäude im Kartausenumfeld.
Öffnungszeiten für alle Gebäude sind 9:30-13:00 Uhr und 15:00-18.:0 Uhr, Okt-März 17:30 Uhr, So 10:00-13:00 Uhr.
Eintritt € 7,50. Der Zugang zum Klostergarten ist eintrittsfrei.

Ermita de la Victoria
Alcúdia - Halbinsel La Victoria
Das Kirchlein und die Parkplätze liegen ca. 150 m über dem Meer, das Restaurant La Victoria noch einmal 20 m höher (keine kulinarische Pilgerstätte). Von dessen Terrasse fällt in den Abendstunden der Blick über das Wasser auf die hinter den Bergen untergehende Sonne. Hier ist der Startpunkt für die leicht zu bewältigende Kurzwanderung zum Aussichtsfelsen Penya Rotja und einen etwas weiteren Marsch auf den Talaia de Alcudia.
Monastir de Lluc
Die Übernachtungsmöglichkeit im Kloster Lluc ist -speziell für Wanderer und Biker- eine erwägenswerte Alternative zum Hotel in einem der Touristenorte. Lluc hat aber auch Tagesausflüglern einiges zu bieten. In und um Lluc kann man leicht einen vollen Tag verbringen.

Allein schon die Lage des Klosters am Rande eines sich weit öffnenden Tales mitten in der Serra Tramuntana unterhalb der Straße Sóller-Pollença mit der aus allen Richtungen großartigen Anfahrt lohnt schon den Ausflug nach Lluc. Gebäude und Infrastruktur des Klosters können heute an Sonn- und Wallfahrtstagen den Ansturm erheblicher Menschenmengen verkraften.
Die Restaurants, Läden und andere Einrichtungen in und um das Kloster herum sind auf zahlreiche Gäste eingestellt. Aber selbst zu stark frequentierten Zeiten bleibt Lluc besuchenswert. Wegen seiner interessanten, spezifischen Charakteristik für viele vielleicht sogar gerade dann. Der Gebäudekomplex von Lluc ist allemal sehenswert. Besonders der Innenhof und die basilikaartige, reich geschmückte Kirche, hinter deren Altar sich ein separater Raum zur Anbetung der dort aufbewahrten Madonna befindet. Im ersten Stock des Klosters ist ein kleines Museum mit Memorabilia zur Geschichte Llucs und archäologischen Funden untergebracht.
Auf keinen Fall auslassen sollte man den Spaziergang hinauf zum Kalvarienberg, wobei für den Aufstieg der Weg über die breite Treppe vorzuziehen ist. Bereits von den ersten Absätzen genießt man einen herrlichen Blick über die Dächer des Klosters und die Umgebung.
Die Aussicht vom höchsten Punkt hinunter auf das jenseits des Berges liegende Tal mit zwei weißen Fincas, ausgedehnten Feldern und Obstplantagen vor dem Hintergrund der schroffen Gebirgslandschaft könnte großartiger nicht sein. Für den Rückweg empfiehlt sich der etwas längere, idyllisch um die Anhöhe herumführende Prozessionsweg vorbei an einer Reihe von religiösen Reliefs.

Wer beim Lluc-Besuch seinen Picknickkorb dabei hat, findet auf einem Gelände beim Hauptparkplatze hübsch zwischen Bäume und Felsen plazierte Tische und Bänke. Ganz hervorragend sind auch die Picknick-Einrichtungen von Binifaldo, nur etwa 2 km weiter in Richtung Pollença beidseitig der Straße. Ein mit Kinderspielgerät ausgestattetes Areal liegt im Wald oberhalb, das viel attraktivere Gelände aber unterhalb der Straße (die Zufahrt ist leicht zu übersehen). Man muß dem rauhen Weg etwa 200 m nach unten folgen. Dort gibt es herrlich ins Gelände gestellte Tische mit Aussicht, prima Kletterfelsen und sogar ein Toilettenhäuschen mit fließend Wasser. Ins Restaurant Es Guix (abseits der Hauptstraße bei Lluc in Richtung Inca, Werbung und Fahnen sind an der Zufahrt nicht zu übersehen) kehrt man am besten im Sommer zur Mittagszeit ein. Es liegt einmalig im Wald an einem glasklaren Bach, der zum Natur-Pool aufgestaut wurde.
Ermita de Nostra Senyora de Bon Any
PetraVom südlichen Ortsausgang Richtung Felanitx
Eine der schönsten Wallfahrtsanlagen Mallorcas. Obwohl der Gebäudekomplex und das fast überladen wirkende Innere der Kapelle ebenfalls beeindrucken, ist mit diesem Superlativ in erster Linie die Gesamtanlage gemeint. Schattige Steintische vor einem grandiosen Panorama laden zum Picknick ein. An Wochenenden stellen sich zahlreiche mallorquinische Ausflügler ein, aber an Werktagen sieht man nur wenige andere Besucher. Zur Ermita gehört auch eine einfache Herberge, in der jedermann übernachten darf; Anmeldung ratsam: Tel. +34 971 561101.
Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
Jetzt bestellen im mallorca.de Buchshop
Diesen Artikel bewerten:
Error connecting to mysql