Zunächst aber muß man über den recht steilen Weg weiter hinunter. Die in unregelmäßigen Abständen anzutreffenden Tore hinterläßt man wie man sie antrifft, geöffnet oder geschlossen.
Oberhalb der zerfallenen mittleren Finca führt ein alter Kopfsteinpflasterpfad zu einer Quelle. Das frische, kühle Wasser fließt direkt aus dem Fels in einen kleinen Trog; die einzige Gelegenheit auf dieser Route, sich bei Bedarf die Wasserflasche aufzufüllen.
Der Pfad zur Quelle kann direkt bis zur Balix d'es Mig fortgesetzt werden, wo er wieder auf den Hauptweg stößt.
Nach weiteren 30 Minuten ist die untere Finca erreicht.
Beim Stall davor biegt man nach rechts ab, überquert das - meist trockene - Flußbett, und geht noch einige Meter neben einer Steinmauer bergauf.
Dann hält man sich links auf zum Teil steilem Weg durch Olivenkulturen und Steineichenwald. Einschließlich kleiner Verschnaufpausen gelangt man so in etwa einer halben Stunde von der Balix d'Avall zum 370 m hoch liegenden Bergsattel, dem erwähnten Paß (Coll de Biniamar).
Von dort läuft man wieder bergab, bis der Weg rechts in einen steinigen alten Eselspfad übergeht (rote und gelbe Markierungen).
Dieser führt, im Wechsel sanft ansteigend und wieder abfallend, durch Felsgewirr und Schneidegras 200 m über dem tiefblauen Meer an der Küste entlang.
Der Speicher im Uferbereich gehörte zu einer kleinen Wasserkraftanlage, die früher Sóller mit Strom versorgte. Die den Speicher füllende Quelle Sa Costera war ergiebig genug für den Generatorantrieb.
Sie soll nun endlich auch zur Wasserversorgung der Insel mitherangezogen werden.
Nach einer gemütlichen Stunde und einen letzten kleinen Anstieg erreicht man ein Pinienwäldchen.
Dort empfiehlt sich eine kurze Pause für einen Blick auf die weit unten liegende Bucht von Tuent.
Vom Weg sind es nur ein paar Schritte nach links hinunter zum natürlichen Aussichtspunkt auf einer felsigen Plattform.
Der Pfad bergab besitzt nun Kopfsteinpflaster; vor der verlassenen Finca muß man sich scharf links halten, und alsbald erreicht man einen breiten Weg.
Nach wenigen Metern links geht's rechts auf einen schmalen Trampelpfad, der zur Bucht hinunterführt.
Geradeaus liegt vor dem Wanderer das schöne und in Cala Tuent einzige Restaurant Es Vergeret mit einer vorzüglichen mallorquinischen Küche (nur bis 17/18 Uhr).
Der Rücktransport von Cala Tuent muß vor Beginn der Wanderung organisiert werden: entweder läßt man sich von einem in Port de Sóller bestellten Schiff abholen (nur im Sommer, und wegen der Kosten nur für Gruppen machbar), oder von einem Taxi (ca. 45€).
Da Tuent über kein Telefon verfügt, kann man das von dort aus höchstens per Handy bestellen. Zur Cala de sa Calobra mit mehrmals täglicher Bootsverbindung nach Port de Sóller und viel Ausflugsverkehr (dadurch ist die Chance, von dort per Autostop mitgenommen zu werden, besser als in Cala Tuent) sind es aber noch 5 km auf der Straße über eine weitere Paßhöhe.