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WANDERN AUF MALLORCA
Stausee Cuber – L'Ofre – Biniaraix – Sóller
Karte: Wanderrouten auf Mallorca
Auch wer im Inselnorden logiert, kann bei diesen Abfahrtszeiten früh genug zur Wanderung starten, um zeitig genug zum Nachmittagsbus in Sóller zurück zu sein. Zeiten aber unbedingt vor Ort aktualisieren.

Wer in Sóller startet, ist morgens genau zur richtigen Zeit am Ausgangspunkt, sofern dieser Fahrplan beibehalten wird. Im Winterhalbjahr muß man ein Taxi nehmen (etwa €18) oder die Fahrt privat arrangieren. Vorbei am Mirador de Ses Barques und durch den langen Tunnel unter dem Puig de Sa Coma geht es in zahlreichen Windungen aus dem Tal von Sóller hinauf in die Bergwelt unterhalb des Puig Major, höchster Berg Mallorcas. Der mit 1.445 m Höhe "Größte Gipfel", wie er in deutscher Übersetzung heißt, ist bedauerlicherweise militärisches Sperrgebiet. Die Auffahrt ist nur mit Sondergenehmigung möglich. Am Stausee, der als Reservoir für die Wasserversorgung Palmas dient, läßt man sich beim Kilometerstein 34 (Parkplatz) absetzen. Der Weg ist von dort nicht zu verfehlen: nach dem Passieren eines Holzgatters geht es zunächst bequem am See entlang in südwestliche Richtung. Erst hinter der Staumauer führt er langsam aufwärts durch das Tal von Bim Mozat, dessen Namensgebung auf eine im Wasser versunkene Finca zurückgeht.
Etwas weiter oben versperrt das Tor zum Privatbesitz der Finca L'Ofre den Weg, aber Wanderer dürfen es über den Durchstieg rechts vom Tor umgehen. Unterhalb des Coll de L'Ofie befindet sich etwas abseits des Weges eine Bergquelle, Font de S'Aiitja - auf dem Gelände der Finca in der ersten Linksbiegung des Weges weiter nach links dem Plätschern etwa 100 m folgen. Das glasklare Wasser kann ohne weiteres getrunken werden. Wenig später erreicht man die höchste Stelle des Weges (911 m), der von der kegelförmigen Kuppe des L'Ofre (1.090 m) überragt wird. Für einen großartigen Blick über das weite Tal und Sóller verläßt man den Weg ca. 50 m hinter dem Steintürmchen mit dem Kreuz und macht einen kleinen Abstecher nach rechts hinunter. Am Aussichtspunkt steht dort sogar ein Münzfernrohr. Durch immergrüne Aleppokiefern geht es auf dem Karrenweg wieder bergab. Nach etwa 20 Minuten erreicht man ein kleines Gehöft, ein Nebengebäude der (versteckt in Richtung des hochaufragenden Berges Es Cornador liegenden) eigentlichen Finca L'Ofre. Hier füllt inmitten des Hochtals die Font de Sa Teula (Dachziegelquelle) ein Wasserbecken. Der Hauptweg über das Grundstück ist versperrt; man läßt es links liegen und stößt dann automatisch auf den nach unten führenden Pilgerweg. Die Wanderung wird nun etwas beschwerlicher. In endlos scheinenden Serpentinen geht es über Kopfsteinpflaster langsam hinunter nach Biniaraix. Dieser über 600 Jahre alte Pfad wurde einst für die Pilger von Sóller zum Kloster Lluc angelegt. Entlang schroff abfallender Wände durchquert man Es Barranc, "die Schlucht". Nur Wildtauben unterbrechen dann und wann die hier herrschende große Stille. Mit dem Abstieg verändert sich bald das Landschaftsbild. Knorrige, oft Jahrhunderte alte Olivenbäume säumen den Pfad. Verlassene Berghäuschen und guterhaltene Kalksteinmauern erinnern an Zeiten, in denen Mallorca noch nicht überwiegend vom Tourismus lebte. Eingangs des Bergdorfes Biniaraix stößt man auf ein altes Waschhaus, wo noch heute mallorquinische Hausfrauen von Hand waschen. In Richtung Sóller führt die Straße links über den Hauptplatz bei der Kirche. Mitten durch Orangenhaine kann man aber seinen Weg auch geradeaus zum malerisch gelegenen Dorf Fornalutx fortsetzen. Dort gibt es im Gegensatz zu Biniaraix, wo die einzige Bar (Taberna) nebenbei als Lebensmittelgeschäft und Telefonzentrale dient, eine ordentliche Gastronomie. Frisch ausgepreßten Orangensaft bekommt man hier wie dort.
Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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Die Wanderung in Kürze
Anspruchmittelschwer
Gehzeit3 - 3,5 Std.
Streckenlänge13 km
höchster Punkt911 m
(am L'Ofre)
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