AUSGABE FEBRUAR 2005
Der Mallorca Newsletter
16.02.2005
Sturm verursacht zahlreiche Schäden
In vielen Orten Mallorcas haben die Sturmböen am Montag Bäume und Mauern
umgestürzt sowie Dachziegel und Reklameschilder abgerissen. So stürzte
etwa in Palmas Stadtteil Coll d'en Rabassa eine große Pinie direkt vor
ein Wohnhaus und in Inca knickte ein Baum direkt in der Calle Reyes
Catolicos um.
Insgesamt gingen auf Grund des Sturmes bei den Notrufzentralen in Palma
etwa 350 Anrufe aus praktisch allen Orten der Insel ein - den wohl
größten Schaden mußte die Kirche Santa Eulalia in Palma melden. Hier
drückte der Sturm den oberen Teil des Kirchturms ein, so daß die Spitze
und ein Teil des Giebels auf die Straße stürzten. Da die Polizei
befürchtete, daß noch weitere Kirchturmteil abbrechen könnten, ließ sie
elf Wohnungen in der Calle Santo Cristo evakuierten und sperrte den
Santa Eulalia Platz für die Verkehr.
Am Dienstag kam es in Artà und Son Servera zu einer erneuten
Wetter-Überraschung: Am Morgen lagen die Orte unter einer dünnen
Schneedecke. In einigen Ortsteilen von Artà fiel außerdem Hagel. Der
Schnee blieb jedoch nur kurze Zeit liegen, weil nach den Niederschlägen
sofort die Sonne herauskam. Auch das Meteorologische Institut in Palma
war von den Schneefällen überrascht. Laut dem Direktor lag die
Schneegrenze am Dienstag deutlich über 500 Meter.
Laut dem meteorologischen Institut in Palma wird es im Norden Mallorcas
auch den nächsten Tagen noch stürmisch bleiben; zudem sank die
Schneefallgrenze am Mittwoch auf 200 Meter. In den anderen Teilen der
Insel hat der Wind inzwischen deutlich nachgelassen. (mallorca.de / Inselradio)
16.02.2005
Zahl der Hotelübernachtungen verdreifacht
Palmas Osterkirmes startet in diesem Jahr am 26. Februar auf dem
provisorischen Gelände in Sa Riera. Dort wird zur Zeit ein neuer Park
gebaut. Für die Kirmes wird der Platz im Moment vorbereitet, nach Ende
der Fira del Ram sollen dann die Bauarbeiten an dem Park fortgesetzt
werden. Palmas Bürgermeisterin Cirer sagte bei einer Besichtigung, daß
fast die Hälfte des Parks inzwischen fertiggestellt sei. Der Abschluß
der Arbeiten ist trotz der Verzögerung durch die Osterkirmes für April
2006 geplant, die Kosten betragen rund 30 Millionen Euro. (Inselradio)
16.02.2005
Legalisierung für illegal in Spanien lebende Ausländer
Seit gut einer Woche ist das neue spanischen Legalisierungsgesetz in
Kraft. Seit dem können illegal in Spanien lebende Ausländer eine
Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Um lange Schlangen vor
den Behörden zu vermeiden, hat der Delegierte der Zentralregierung,
Socías, Ausländerverbände und Hilfsorganisationen um Zusammenarbeit beim
organisatorischen Ablauf gebeten. Die illegal auf Mallorca lebenden
Ausländer müssen die Anträge in vier speziell eingerichteten Büros
stellen. Diese befinden sich in Palma, Inca und Manacor. Die Ausländer
müssen mindestens seit dem 8. August 2004 in ihren Gemeinden gemeldet
sein und dürfen nicht vorbestraft sein. Außerdem müssen sie einen
Arbeitsvertrag vorweisen. Die Frist für die Legalisierung der illegalen
Einwanderer gilt vom 7. Februar bis zum 6. Mai. Nach Schätzung der
Behörden leben auf den Balearen etwa 30.000 illegale Ausländer.
Der Regierungsdelegierte rechnet damit, daß die staatliche
Sozialversicherung auf den Inseln dadurch pro Jahr rund 50 Millionen
Euro an Beiträgen einnehmen wird.
In der ersten Woche der spanienweiten Legalisierungsfrist für illegal
eingewanderte Ausländer haben auf den Balearen rund 600 Personen Anträge
auf Arbeitsgenehmigung gestellt und sorgten vor den zuständigen Ämtern
in Palma für lange Schlangen. Laut dem Regierungsdelegierten hatte das
balearische Ausländeramt nur mit 400 Anträgen pro Woche gerechnet.
Immigranten auf den Balearen, die von den neuen spanischen Gesetzen
profitieren möchten um ihren Status zu legalisieren, müssen u.a. die
Meldung am Wohnort nachweisen. Aufgrund dieser Bescheinigung kam es zu
Wartezeiten bei den Meldebehörden.
Um die Wartezeiten zu verringern, wurden die Öffnungszeiten des
zuständigen Amtes an der Plaza Santa Eulalia verlängert. Zusätzlich
stellen auch die Ämter im s’Excorxador, an den Avenidas und in der Calle
Cardenal Rossello die Dokumente aus. Das gleiche gilt für die
Bezirksämter bei der Gemeindepolizei in San Ferran und in Arenal.
Zusätzlich zu der Meldebescheinigung müssen die Ausländer einen
Arbeitsvertrag vorweisen können.
Die Präsidentin der balearischen Einwanderervereinigung FAIB Marlenede
Perea hat Probleme bei der Legalisierung von Ausländern ohne Papiere
kritisiert. »Viele Arbeitgeber haben keine Zeit, zu den Ausländerämtern
zu gehen und dort in der Schlange zu warten«, so Marlene de Perea. Zudem
sei die Telefonnummer der Ausländerämter, unter der man einen Termin
vereinbaren könne, nicht korrekt geschaltet. Daher geben viele
Arbeitgeber auf, die Arbeitsgenehmigungen für ihre Mitarbeiter zu
beantragen. (mallorca.de / Inselradio)
16.02.2005
Überdurchschnittlich viele Hotelverkäufe
Seit Jahresbeginn sind fünf Hotels in den Küstenorten und ein Landhotel
verkauft worden. Die Gesamtverkaufssumme betrug etwa 50 Millionen Euro.
Die meisten der Häuser befinden sich an der Playa de Palma und in
Calvià. Das verlautete von Mallorcas Hotelverband und dem balearischen
Unternehmerverband Caeb. Die andalusische Hotelkette »Summa Hoteles« hat
das Eucalipto in Paguera und das Mexico an der Playa de Palma erworben.
Ebenfalls an der Playa de Palma wechselte das Gran Fiesta den Besitzer
und befindet sich jetzt in der Hand der Kette HM Hoteles. Sowohl der
Hotelverband als auch der Caeb bezeichneten die Verkäufe als ein Zeichen
für die positive Entwicklung im mallorquinischen Tourismus. (Inselradio)
02.02.2005
Neuer Residentenrabatt ab kommenden Montag
Vom kommenden Montag will die Balearenregierung die Kosten für die
Erhöhung des Residentenrabattes übernehmen und später von Madrid
zurückfordern. Das gab die balearische Vizeministerpräsidentin Estarás
bekannt. Die Maßnahme soll rückwirkend zum 1. Januar gelten. Damit
erhalten die Inselbewohner dann einen Preisnachlaß von 38 Prozent auf
Fähr- und Flugreisen zu innerspanischen Zielen statt der bisherigen 33
Prozent. Die Zentralregierung hatte den höheren Residentenrabatt
ursprünglich zum Jahreswechsel einführen wollen, die Maßnahme verzögerte
sich aber wegen verwaltungstechnischer Probleme. Die Zentralregierung
will den höheren Residentenrabatt vermutlich noch in diesem Monat
einführen. (mallorca.de / Inselradio)
02.02.2005
Ibatur-Chef optimistisch nach »Fitur«
Vom 26. bis zum 30. Januar trafen sich die internationalen Fachbesucher
auf der »Fitur«, der zweitgrößte Tourismusmesse der Welt, in Madrid. An
den letzten beiden Tagen war die Messe auch für das allgemeine Publikum
geöffnet. Ibatur-Chef Alabern hat jetzt eine positive Bilanz der Messe
gezogen. Der Auftritt des Hollywoodstars Michael Douglas auf dem
Balearenstand habe ein großes Echo in der spanischen Presse
hervorgerufen. Auch habe man die Grüne Karte, »Tarjeta verde«
erfolgreich auf dem nationalen Markt vorgestellt. Alabern zeigte sich
optimistisch für die Saison 2005. (mallorca.de / Inselradio)
02.02.2005
»Grüne Karte« für 10 Euro
Knapp zwei Jahre nach der Abschaffung der »Ecotasa« wird auf den
Balearen die »Grüne Karte« für Urlauber eingeführt. Ab dem 15. April
kann die Karte in Hotels, Reiseagenturen, auf dem Flughafen und in Taxen
für 10 Euro gekauft werden. Sie gilt 15 Tage. Die »Tarjeta verde«
gewährt Ermäßigungen beim Besuch von Sehenswürdigkeiten und kultureller
Veranstaltungen sowie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Golfspieler bekommen mit der Karte 10 Prozent Preisnachlaß. Im Gegensatz
zur »Ecotasa« ist der Kauf der »Grüne Karte« freiwillig. Für Residenten
soll es eine besondere Grüne Karte geben, die für den gleichen Preis 1
Jahr gültig ist. (Inselradio)
02.02.2005
Karneval auf Mallorca begonnen
Das Dorf Marratxí hat die Karnevalssaison auf Mallorca am Sonntag
eröffnet. Schon am Morgen zogen die Kinder in bunten Verkleidungen durch
den Ort. Nach dem Umzug gab es Preise für die besten Kostüme der kleinen
Narren. Am Nachmittag folgte dann der große Umzug. Da erregte besonders
eine Gruppe Aufsehen, die das Musikal Moulin Rouge nachgestellt hatte.
Sie erhielt den mit 600 Euro dotierten ersten Preis für die besten
Komparsen. (mallorca.de / Inselradio)