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4. JULI 2009

Erneuter Totgesang auf den Sauftourismus

(Palma de Mallorca) Fast genauso alt wie das Bild, Mallorca sei das Eldorado der trinkfesten Partygänger, ist der Drang der Tourismusverantwortlichen, dieses Bild wieder loszuwerden. Auch wenn der Partytourismus noch immer eine nicht unbedeutende Einnahmequelle darstellt, verschärfen die Behörden die Vorschriften und versuchen diese mit immer höheren Strafen für die Betreiber durchzusetzen. Das jüngste Beispiel kann man in diesen Tagen rund um Magaluf beobachten. Die Nachruhe, die bereits ab 23:00 Uhr beginnt, wird so penibel kontrolliert, dass die dortigen Wirte bereits das Ende der Urlaubsregion verkünden. Die Gründe, warum die Urlauber der einstigen britischen Partyhochburg immer häufiger fernbleiben, sind aber vielfältiger und kein Phänomen der letzten Monate. Diese Entwicklung an den inselweit verschärften Lärmvorschriften festzumachen, ist für die Partyfreunde immer recht einfach und wird oftmals von Boulevardjournalisten ausgeschlachtet. Hier steht die englische Presse ihren deutschen Kollegen in nichts nach. Auch hierzulande wird das Ende des "Ballermanns" beschworen und das Partyziel der trinkfesten Jugend nach Osteuropa verlagert. Hier sei mittlerweile die Stimmung ungehemmter und vor allem die Preise wie "auf Mallorca vor 30 Jahren". Dieser populistischen Berichterstattung setzen die Tourismusexperten auf Mallorca positive Trends entgegen. Der Wellness- und Sporttourismus in all seinen Facetten hat zwar auf Mallorca mehr Anhänger als die Bars und Discos an der Playa de Palma Plätze haben, ein verhängtes Strafgeld für einen Wirt, der mit zu lauter nächtlicher Musik auffällig wurde, weckt dennoch ein größeres Interesse in der Heimat. (mallorca.de)

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