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STÄDTE AUF MALLORCA
Sóller
Das weit über die Grenzen Mallorca bekannte »Orangental« (noch heute werden hier 120.000 Orangenbäume kultiviert) sorgte auch für die Bekanntheit der Stadt Sóller.
Wie bei vielen mallorquinischen Orten ist auch Sóller immer in Verbindung mit seinem Hafen, dem Port de Sóller, zu betrachten. Durch seine abgschiedene Lage in der Serra Tramuntana verlief fast die gesamte Anbindung an die Außenwelt über den Bootsverkehr und damit über den wenige Kilomter entfernten Hafen.
Der alternative Landweg war bis ins 20. Jahrhundert hinein nur per Pferde- bzw. Eselkarren über die beschwerlichen Bergpässe zu bewältigen.
Diese Situation änderte sich im Jahr 1912 schlagartig. Der »Rote Blitz«, eine Holzeisenbahn, die seitdem Erst im Jahr 1912 rückte Sóller mit der Einweihung der durch dreizehn Tunnel geführten Eisenbahnstrecke nach Palma enger an den Rest Mallorcas heran. Über die Pässe geht es auch schon lange nicht mehr auf holprigen Karrenwegen, sondern auf gut ausgebauten Straßen. Zumindest gilt das für die Strecken nach/von Palma und in Richtung Norden Lluc/Pollença.

Die nunmehr »alte« Hauptstraße führt in 30 Serpentinen über 500 Höhenmeter auf den Coll de Sóller. Besonders auf der Sóller zugewandten Seite und im Paßbereich mit Weitblick über die Bucht von Palma handelt es sich zwar um eine sehr schöne Ausflugsroute, aber für den heimischen Verkehr eher um eine mühselige und zeitraubende Kurbelei am Steuer. Deshalb erfolgte der Bau eines Straßentunnels, der Anfang 1997 nach 6 Jahren Bauzeit eingeweiht wurde. Die Mautgebühren pro Pkw betragen € 3,70/Strecke. Die Passtraße blieb gebührenfrei und ist jetzt, da Lastwagen- und Busverkehr entfallen, eigentlich für Touristen die ideale Route.

Sóller liegt etwas abseits der Hauptstraße Palma-Port de Sóller und auch der Küstenstraße von Andratx nach Pollença, die das Tal am nördlichen Ortsausläufer kreuzt. Viele Ausflugstouristen lassen daher Sóller links liegen. Ein Versäumnis, denn das Städtchen verfügt über die attraktivste Plaça Mallorcas und dazu über einen Bahnhof wie zu Kaisers Zeiten, wo noch Baumkronen über den Bahnsteigen Schutz vor der südlichen Sonne spenden. Passagiere des nostalgischen Zuges mit Ziel »Port« steigen gleich am Bahnhof in die Straßenbahn, die ihre Ladung in offenen Wagen gemächlich durch die grünen Alleen der Stadt und Zitrusgärten befördert. Auch wer nicht mit der Eisenbahn ankommt, kann für die letzten 4 km bis zum Hafen zusteigen.

Bis zur Plaça sind es vom Bahnhof kaum mehr als 100 m. Auf den Terrassen der etwas erhöht gelegenen Lokale sitzt man unter schattigen Bäumen oder in der Sonne mit Blick auf die schönen Fassaden der Kirche Sant Bartolomé und des Rathauses. Auf der Plaça nimmt -nach heroischen Reden auf Mallorquín- das alljährlich nachgespielte Spektakel der glücklichen Abwehr maurischer Piraten am 11. Mai des Jahres 1561 seinen Ausgang: Vor den amüsierten Touristen »erkämpfen« als Christen und Araber verkleidete Männer und Frauen eine Woche lang im Ort und am Strand mit hölzernen Schwertern und Krummsäbeln immer wieder das im voraus bekannte Resultat. Nach dem Kampfgetümmel stärkt man sich gemeinsam bei Wein und Gesang.
Text: mallorca.de und »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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