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STÄDTE AUF MALLORCA
Pollença
Pollença im Hinterland des touristischen Port liegt vor den nördlichen Ausläufern der Serra Tramuntana zwischen der Gebirgsroute nach Sóller und der Straße in Richtung Palma. Das geschichtsträchtige Städtchen weist -an seiner südwestlichen Ausfahrt in Richtung Sóller- mit einer Doppelbogenbrücke über den Torrent de Sant Jordi sogar noch ein Relikt aus der Römerzeit auf. Die engen Gassen der Altstadt zwischen der Pont Roma, der alleeartigen Einfahrt aus Richtung Port de Pollença (Via Pollentia), und der Plaça wirken zur Siestazeit ähnlich verschlossen und abweisend wie in den Orten des Landesinneren. Aber zur Geschäftszeit -bei geöffneten Fensterläden und Toren- findet man in Pollença deutlich mehr Leben und in vielen Häusern sichtbare Zeichen von Wohlstand. Pollença besitzt eine modernere Infrastruktur als andere Orte vergleichbarer Größe. Auffällig ist die große Zahl der Restaurants und Kneipen auch in den Straßen abseits der Plaça.
Die am besten von der Nordostumgehung (nach Palma) erreichbare Plaça von Pollença gehört zu den sympathischsten der Insel, übertroffen nur von der idyllischen Plaça in Sóller. Der schattige, verkehrsfreie Platz liegt etwas erhöht vor der Kirche. Ein wunderbarer Ort, um das lokale Leben ringsum auf sich wirken zu lassen.

Sonntags findet auf der Plaça ein bunter Gemüsemarkt statt, um den herum bei gutem Wetter die zahlreich vorhandenen Stühle und Tische der Open-air Bars fürs Publikum kaum ausreichen. Wer Hunger verspürt: Besonders die Tapatheke der Bar L'Auborada ist für den Snack zwischendurch gut sortiert.

Wenige Schritte unterhalb der Plaça steht das Claustre del Convent Santo Domingo, davor ein Minipark mit einem alten Wasserschöpfrad. Das frühere Dominikanerkloster ist ein traditioneller Veranstaltungsort von Sommerkonzerten.

Von der Plaça aufwärts sind es nur gut 300 m bis an den Fuß des Kalvarienberges, der zum touristischen "Muß" Pollenças gehört. Der Anzahl der Tage des Jahres entsprechen die 365 zypressengesäumten Stufen. Sie führen zur Kapelle auf dem Pollença überragenden Hügel. Aus 170 m Höhe hat man einen herrlichen Blickauf die Häuser der Stadt, die ausgedehnten Obstgärten der sich in Richtung Meer erstreckenden Ebene und die Bucht.

Ganz unten an den Stufen liegt rechterhand das Museu Martí Vicenç mit einer bemerkenswerten Sammlung mallorquinischer Keramik und Webmuster, sowie Werken des Künstlers Martí Vicenç.

Fast touristische Pflicht in Pollença sind Aufstieg bzw. (weitgehende) Auffahrt zum Klosterberg Santa Maria mit der Ermita de Nostra Senyora de Puig. Ein Schild (Puig de Santa Maria) an der Straße nach Palma weist den Weg die Serpentinen zur Ermita hinauf. Je nach Kondition benötigt man von dort zu Fuß etwa 30-60 Minuten. Die geteerte, steile Autozufahrt endet auf etwa 2/3 Höhe; Parken kann man nur unterhalb an einigen Wegverbreiterungen.
Das letzte Stück eignet sich sehr gut für eine Kurzwanderung (ca. 15 min), aber der ganze Weg auf Schusters Rappen ist vielleicht zu eintönig und eher Bikern als kleine Bergprüfung zu empfehlen. Oben erwartet die Besucher eine burgartig befestigte Anlage. Im Kiosk gibt es Kaffee und Kleinigkeiten, ein geregelter Restaurantbetrieb wird aber nicht aufrechterhalten. Betten sind vorhanden.

Ideal wären Picknickutensilien im Rucksack, denn in der nordwestlichen Ecke der Befestigung steht ein aus Stein gehauener (wiewohl schattenloser) Tisch, von dem der Blick weit über die Buchten von Pollença und Alcúdia fällt. Er bietet sich für eine gemütliche Mahlzeit im Freien förmlich an. Ein Picknickplatz, der keinen Aufstieg erfordert, befindet sich 500 m nördlich der Ortsumgehung an der direkten Straße Pollença-Alcúdia unterhalb des Hügels Puig de Santuiri.
Ein Supermarkt zur Selbstversorgung ist nicht weit; ein großer Lebensmittelmarkt liegt gleich nördlich des Verkehrskreisels an der Straße nach Port de Pollença.

Rund um diesen Kreisel stehen große Antiquitätenmärkte. In den Ausstellungsräumen findet man in erster Linie Mallorquinensas, Gerätschaften und Mobiliar aus alten Gehöften. Das sind zwar durchweg Dinge, die sich eher für die zünftige Ausstattung von Fincas, die zu Ferienhäusern modernisiert wurden, als fürs Fluggepäck eignen, aber interessant ist das Angebot allemal. Östlich von Pollença in Richtung Palma passiert man den von der Aussicht her schönsten Golfplatz Mallorcas. Auch Gäste ohne Golfambitionen können die Bar oder das sehr schöne Restaurant besuchen. Beide verfügen über einen Panoramablick über den Platz und die Buchten der Nordostküste. Zur Barterrasse gehört ein toller Pool. Zwar ist das Preisniveau hier generell nicht niedrig, aber das Mittagsmenü nicht besonders teuer.

Ein Besuch Pollenças an Samstagen läßt sich u.U. mit einer Wanderung zur Burgruine des Castell del Rei verbinden. Da sich Burg und aller umgebende Grund und Boden im Eigentum der berühmten Familie March befindet, war der Zugang immer schon begrenzt. Die Tore wurden an Samstagen der Wintersaison 9:00-15:00 Uhr fürs Fußvolk geöffnet. Die letzten Jahre aber blieb der Weg ganz gesperrt. Ein Rechtsstreit darüber läuft angeblich. Die aktuelle Situation kennt man im Touristenbüro in Port de Pollença an der Carretera Formentor 31, Tel. +34 971 865467.

Wer sich nach eventueller Wiedereröffnung auf den Weg macht, muß von der Straße Port de Pollença-Lluc-Sóller unweit der römischen Brücke dem Schild Ternelles nach rechts folgen. Eine enge Straße führt kurvenreich durch Gärten und an Villen vorbei an den Torrente de Ternelles, ein felsiges Flußbett, in dem meistens nur ein Rinnsal fließt. Die letzten 300 m führen am Hang entlang. Die Straße endet nach insgesamt 2 km am bewachten Tor vor der versteckt liegenden Finca March. Es empfiehlt sich, bereits vor Erreichen des Hangs zu parken; weiter oben ist kaum noch Platz.
Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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