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STÄDTE AUF MALLORCA
Cala Millor
An der langgestreckten, offenen Bucht von Artá hat sich mit den zusammengewachsenen Bereichen Cala Millor und Cala Bona die größte Hotelkonzentration der Ostküste entwickelt. Während aber Cala Bona zumindest noch über einen alten Fischerhafen verfügt, ist Cala Millor ein reines Produkt des Tourismus. Seine stürmische Expansion in den 70er- und 80er-Jahren verdankt es einem 2 km langen, breiten Sandstrand und dem türkisblauen, glasklaren Wasser. Nachdem die Betonierung auch des letzten Strandabschnitts und gleichzeitige Totalbeseitigung des Dünengürtels -sieht man von südlichen Anstandsresten ab- erfolgreich abgeschlossen wurde, hat sich die Expansionsphase Cala Millors deutlich verlangsamt. Die Bautätigkeit konzentriert sich nun auf die Konsolidierung des Ortes durch eine Ausdehnung der autofreien Zonen und auf die Schließung des noch freien Raumes in Richtung Sa Coma.

In Cala Millor gibt es neben dem größeren, von Hotelbauten geprägten Bereich einen älteren Ortsteil um die Avinguda Son Servera Camps herum und zwischen dem -dort entlang steiniger Küste verlaufenden- Passeig Maritim und der rückwärtigen Straße Ne Llambies. Weniger komfortable Hotels älteren Typs, preiswerte Hostales, Restaurants und Kneipen, private Wohnblocks und Villen bilden dort eine lockere Mischung mit viel Grün. Südlich davon spielt sich in der zur Fußgängerzone umgestalteten Avinguda Cristobal Colom und ihren Nebenstraßen das pralle Urlaubsleben ab. Dort findet man die meisten Hotels des Ortes. Vom Parc de Mar bis zum Strandende überwiegen kaum von einander zu unterscheidende Hotel-Großkomplexe der Drei- und Vier-Sterne-Kategorie. Mit der Buchung eines Hotels/Appartments in der ersten Linie wird dem Cala Millor Gast die Kombination Strand, Meer und bequemes Pool-Ambiente ohne störenden Straßenverkehr geboten. Die breite, palmenbestandene Promenade, neben dem Strand das zweite große Plus von Cala Millor, ist Spazier- und Flanierstrecke, Jogging- und Fahrradweg. Dahinter erstreckt sich die -trotz kleiner Unterbrechungen- ausgedehnteste autofreie Zone ganz Mallorcas (sieht man vom zentralen Palma einmal ab) mit jeder Menge Cafés und Open-air-Restaurants. Die einschlägige touristische Infrastruktur wirkt so dicht wie kaum irgendwo sonst, das bunte Gesamtbild dennoch anziehend.

Während der hier besonders langen Saison ist einiges los, wobei die Deutschen weit vor Engländern und Skandinaviern tonangebend sind. Selbst in den Wintermonaten werden in Cala Millor die Bürgersteige nicht ganz hochgeklappt. Das Hinterland von Cala Millor hat relativ wenig zu bieten. In leichter Fahrraddistanz gibt es nur Son Servera mit einer unvollendeten Kathedrale und dem wöchentlichen Markt. In etwas größerer Enfernung liegen aber immerhin Canyamel, Artá, Capdeperea und Cala Rajada mit mehreren schönen Stränden. Nach Portocristo mit seinen Tropfsteinhöhlen sind es schon 12-15 km auf stark befahrenen Straßen ohne Radweg.

Dank seines großen Strandes ist Cala Millor in erster Linie ein Familienbad, obwohl der ab Juni voller wird als mancher Familie gefallen mag. Das Aktivitätsprogramm ist reichhaltig. Hat man das richtige Hotel gebucht und möchte in erster Linie einen strand- und meerorientierten Urlaub verbringen, spazierengehen und radfahren, kann man sich in Cala Millor wohlfühlen.

Vom weniger attraktiven Erscheinungsbild Cala Millors in rückwärtigen Lagen hinter Vorzeigepromenade und Fußgängerzonen darf man sich nicht irritieren lassen. Als Ausgangspunkt für Ausflüge zur Mallorcaerkundung über das lokale Umfeld hinaus ist Cala Millor weniger geeignet.

Cala Millor und Cala Bona, früher Nachbarorte, gehen heute ohne sichtbare Abgrenzung ineinander über. Im einstigen Grenzbereich stehen heute zahlreiche Mittelklassehotels in mehreren Reihen hintereinander. Sie liegen relativ fern vom Cala Millor Strand vor einer mit sandigen Einsprengseln "bestrandeten" Felsküste. Die beschriebene Promenade läuft ohne Unterbrechung bis zum alten Cala Bona-Ortskern und Hafen. Dort gibt es noch einen kleinen Naturstrand. Der Ort bietet keine Reize.

Nördlich von Cala Bona erstreckt sich der Bereich Port Vell mit schmalen, von Felsvorsprüngen unterbrochenen Strandabschnitten. In einiger Entfernung zu Cala Bona/Cala Millor entstanden dort in den letzten Jahren zwischen Küstenstraße und Meer eine Reihe von Appartmentkomplexen mit Clubcharakter.

Für Urlaub in Cala Bona fallen dem Autor keine guten Argumente ein. Lediglich einige wenige Häuser direkt am Wasser (in erster Linie das Gran Sol) bieten für sich ausreichend Vorzüge, die eine Buchung erwägenswert machen. Ähnliches gilt für Port Vell.
Text: »Mallorca – Handbuch für den optimalen Urlaub«
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