Die Straßen von
Can Picafort und
Manacor nach
Capdepera /
Cala Ratjada führen im Bogen am Zentrum
Artás vorbei und belassen damit eines der attraktiveren Landstädtchen Mallorcas in einer Art Dornröschenschlaf.
Touristisch ist hier immer noch wenig los, auch wenn in den letzten Jahren einige kleine Hotels ihre Pforten öffneten.
Aber die burgartige Befestigungsanlage auf dem Kalvarienberg um die Wallfahrtskirche
San Salvador herum zieht mehr und mehr Tagesbesucher an.
Dabei lohnt sich ein kleiner Spaziergang durch die engen Gassen des Ortskerns.
Zentral an der palmenbestandenen
Plaça Espanya befindet sich ein
kleines Museum mit allerlei Ausstellungsstücken aus der
Talayot- und Römerzeit.
Der Weg hinauf zur eindrucksvollen Wehrkirche mit den weithin sichtbaren Stützbogen (
Transfiguración del Señor) unterhalb der Festung ist durch die Stadt hindurch ausgeschildert.
Zu Fuß geht es von der
Plaça Espanya und dem Rathaus kurz nach rechts und dann über Treppengassen nach oben. Parken ist in der Altstadt so gut wie unmöglich!
Die von Zypressen beschatteten Steinstufen zum Santuari sind ein absolutes »Muß« in
Artá.
Eine großartige Rundumsicht von der voll begehbaren Mauer belohnt den Aufstieg.
Ein kleines Lokal bietet Getränke und Snacks. Besonders bis in den Mai hinein, solange noch Obstbäume blühen und das Grün der Natur frisch ist, sollte man einen Ausflug zur Ermita de Betlem anschließen.
Weniger die Einsiedelei selbst als vielmehr der Weg dorthin – zunächst durch ein liebliches Tal und dann weiter auf enger serpentinenreicher Straße über einen Höhenzug – machen den Reiz dieses Ziels aus.
Von dort schaut man auf die Siedlung
Colonia de Sant Père und die Bucht von
Alcudia, bei guten Sichtverhältnissen bis zum Cap Formentor.
Ein Fußweg führt von der durch eine Marienfigur geheiligten Quelle
Font de S'Ermita (von der Zufahrtsallee rechterhand) hinunter zur Küste zwischen Colonia de Sant Père und Betlem.
Von der Straße in Richtung Capdepera geht es noch im Ortsbereich rechts ab zu den
Talaiots de Ses Paisses (ca. 1 km).
Am östlichen Ortseingang/-ausgang weist ein Schild auf die Zufahrt zur Cala Torta hin, eine Bucht an der rauhen Nordostküste weitab jeder Siedlung.
Sie ist beliebt bei Nacktbadefans, aber kein reines FKK-Revier. Die 7 km lange Strecke ist schlecht und geht am Ende in Schotter und Sand über, aber letztlich unproblematisch.
In einem Waldstück hinter dem relativ breiten und tiefen Strand wird ungeordnet geparkt. Eine kleine (teure) Strandbar versorgt von Juni bis September die Besucher.
Glasklares Wasser verlockt zum Schwimmen. Der Strand fällt nur leicht ab und ist daher gut für Kinder geeignet.
Ein schöner, aber nicht ganz ungefährlicher Pfad führt zum alten Wachtturm Aubarca und weiter zum Cap de Ferrutx.
Viele Besucher kommen zu Fuß über eine Anhöhe von der nur ca. 1,5 km entfernten Cala Mesquida.
Die bekannten
Höhlen von Artá gehören zwar zur Gemeinde des Städtchens, liegen aber gut 10 km weit entfernt von Artá im Hang über dem Meer bei Canyamel.